Yates Mallorca Cup 2019:

Die 25 Jahre Jubiläumsregatta

Regatta 2.0 mit Alegría!

 

Das Team von Yates Mallorca ludt zum 25jährigen Cup-Jubiläum von Samstag, 26. Oktober bis Freitag, 01. November erneut in die Bucht von Palma: und alle kamen! Bei solch einem Event muss Alegría natürlich mitmachen. Mit Startnummer 2 ging es auch in diesem Jahr um Spaß, schnelles Segeln und eine Menge Freu(n)de. Nach der etwas zwiespältigen (Coach-)Erfahrung in 2018 achtete die Jefa in diesem Jahr nachhaltig darauf, dass die handverlesene 2019er Regattacrew der Alegría vom ersten Moment an harmonierte!

 

Die Jefa und ihr Capitano freuten sich sehr, dass der weltbeste Genuaausbaumer erneut den Weg nach Mallorca und auf die Alegría fand und mit uns an Bord war. Außerdem begrüßten wir eine crew- und regattaerprobte Segelkameradin der Jefa und unsere gute social-media Seele als willkommene Mitsegler*innen an Bord.

 

Nach der Übergabe der Startnummern und der in diesem Jahr besonders gelungenen türkisfarbenen Regattashirts, ludt das Yates-Team die Teilnehmer*innen zum Begrüßungsevent in eine stegnahe Bar. Bei Bier, Wein, leckeren Tapas und allerlei Segel-Small-Talk wurden alte Freundschaften gepflegt und neue begründet. Doch auch wenn die Crews einen netten Abend zusammen verbrachten, so wartete am nächsten Morgen die Regatta mit ihren ersten Qualifikationsläufen.

 

Sonntag -> erste Qualifikationsrennen zur Gold- und Silber-Fleet!

Die Jefa gab ein engagiertes Regattaziel vor: Goldflotte sollte es, nach dem Erfolg des letzten Jahres, in diesem Jahr wieder werden. Das Wetter und der Wind waren der Alegría und ihrer Crew sehr hold. Sonne, angenehme Temperaturen, leichte konstante Winde, ruhige See; kurzum Mallorca-Regatta-Alegría-Traumwetter.

Es wurden zwei Rennen gestartet. Die Jefa und ihre Crew, in Bestform und Bestlaune, gaben alles. Platz 7 im ersten und Platz 9 im zweiten Rennen bescherten uns einen guten achten Gesamtplatz nach dem ersten Tag.

 

Montag -> Qualifikationsrennen die Zweite!

Am zweiten Tag waren die Wettergötter Fans der Alegría und ihrer Crew. Als zweitkleinste und -leichteste Yacht im Feld waren die schwachen Winde geradezu ideal für uns. Die Jefa legte einen guten Start hin und wir segelten von der ersten Minute an im vordersten Feld mit. Auf dem Down-Wind-Kurs nach der ersten Luvtonne gelang der Jefa mit ihrer gewieften Taktikerin ihr Regattameisterstück! Sie segelte Meter für Meter näher an eine größere, mit erfahrener engagierter Regattacrew bemannte Yacht heran und zwang diese zu einer Reihe von Verteidigungsmanövern gegen die Überholung durch die Alegría - gutes Mädchen (die beiden Mädels und Alegría dürfen sich angesprochen fühlen)! Platz 5 war der verdiente Lohn; wobei uns nach über 2 Stunden Segelzeit lediglich etwas mehr als 2 Minuten auf Platz 3 fehlten. Das zweite Rennen auf einer kürzeren Bahn segelte die Jefa ebenso brilliant und brachte Alegría, diesmal mit nur 17 Sekunden Rückstand auf Platz 5, zu einem großartigen sechsten Platz.
Mit diesen Ergebnissen war klar, dass das erste große Ziel - die Goldflotte - erreicht sein wird. Platz 7 nach vier Rennen sind ein überwältigender Erfolg!

 

Der Montag Abend ist traditionell die "anstrengendste" Nacht. PARTY!!! Dieses Jahr stand die Stegparty unter dem Motto "Gendertausch". Zahlreiche Kostüme waren zu bewundern; besonders fiel auf, dass die Jungs eine sehr verqueere Vorstellung von atombusigen Mädels zu haben scheinen. Mehr Strapse und Schminke sieht man(n) sonst nur im Rotlichtmilieu. Das Yates-Team, selbst kaum zu erkennen in ihren Kleidern, hat sich wieder einmal selbst übertroffen und mit einem gutgebauten Sexy-Tänzer für die Mädels und einem Drag-Duo für die Animation die Party schnell zum Höhepunkt gebracht. 

 

Dienstag -> Langstreckenrennen nach Cabrera!

Die Regattaleitung hatte bereits am Montag bekannt gegeben, dass es heute nach Cabrera gehen werde. Immerhin gute 28 sm. Das Wetter hielt sich an die Vorhersagen (wenn auch mit etwas Verspätung) und die Leitung schickte das gesamte Feld gegen 12 Uhr auf den Weg quer über die Bucht von Palma zum Naturschutzgebiet von Cabrera. Eine kurze Kreuz, dann um Cap Enderrocat in Richtung Cabo Blanco, Kurs Südost nach Cabrera. Dass rund ums Cabo Blanco eine gegenläufige Strömung und Dünung die teilnehmenden Yachten bremsen würde, war der Jefa und ihrer Crew im Vorfeld klar - Alegría umschiffte diese Hürden geschickt und segelte so den einen oder anderen Platz heraus. Die Einfahrt in die Bucht von Cabrera am Ende eines Tages ist tückisch. Die Winde schlafen entweder ein oder werden durch den vorgelagerten Inselverlauf abgelenkt. Während schwerere Yachten auf den letzten wenigen hundert Metern bis zur Ziellinie wertvolle Zeit liegenlassen mussten, nutzte die Jefa die wenigen hauchzarten Böen äußerst geschickt und brachte Alegría als Gesamtsiebte ins Ziel! BRAVO!

Die Talis mit Skipper Otto holte sich den Tagessieg; Revierkenntnis ist eben durch fast nichts zu ersetzen.

Die Crew verließ Cabrera gleich nach dem Zieleinlauf Richtung Sa Rapita. Alle an Bord freuten sich auf das ausgezeichnete Fischrestaurant des Clubs mit Blick auf Es Trenc und der Tisch füllte sich schnell mit vielfältigen Delikatessen. Ein rundum gelungener Regattatag und ein entspannter Abend gingen zur Neige.

 

Mittwoch -> verdienter Ruhetag!

Nebel! Das noch recht warme Meer und die durchaus kühle Nachtluft führten dazu, dass morgens kaum der gegenüberliegende Steg zu erkennen war. Aber die ersten Sonnenstrahlen vertrieben den Dunst schnell und es sollte ein herrlicher Segeltag werden. Die Crew beschloss einen Badestopp-Abstecher in der berühmten Cala Pi in der Nähe des Cabo Blanco einzulegen. Dort traf Alegría auf die Crew der Agrasot, was mit einigen Gläschen Weißwein gefeiert wurde. Dann noch ein wenig segeln und der Hafen von Palma war rechtzeitig für den Abend erreicht. Denn ...


... am Abend wurde das gesamte Regattafeld mit bereitstehenden Bussen zu einer Finca im Landesinneren gebracht. Das großzügige Anwesen erwies sich als Event-Restaurant und bot reichlich Platz für alle. Begrüßungssekt, Wein und Bier, ein umfang- und abwechselungsreiches Essen mit reichlich Show sorgten dafür, dass der Abend ausgesprochen kurzweilig war.

 

Donnerstag -> zweiter Regattatag!

Beim frühen Skipperbriefing legte die Regattaleitung fest, dass heute drei Rennen gefahren werden sollten. Die Vorhersagen waren in den letzten ein/zwei Tagen ständig wechselnd. Mal wenig Wind, mal reichlich Wind, mal viel Wind. Und wie Mallorca Ende Oktober nunmal ist - es gab von allem etwas!
Der Start des ersten Rennens wurde wegen Vormittagsflaute immer wieder verschoben und erfolgte schließlich erst um 1330 Uhr. Die zu dem Zeitpunkt noch moderate Windstärke nutzte die Jefa und ersegelte einen hervorragenden sechsten Platz. Aber der Wind nahm schon zum Ende des ersten Rennens deutlich zu und die Regattaleitung verkürzte wegen der morgendlichen Verspätung die Pause zwischen den einzelnen Rennen. Kurz vor dem Start zum zweiten Lauf nahm der Wind soweit zu, dass die Jefa beschloss ins erste Reff zu gehen. Es blieb nur wenig Zeit und so verpasste Alegría den Start völlig und wurde Zwölfte. Man sollte nicht unerwähnt lassen, dass bei diesem Lauf ein Crewmember einer anderen Yacht über Bord ging (!) und zum Glück unversehrt geborgen werden konnte!

Das dritte Rennen wurde umgehend nach Zieleinlauf der Silberflotte gestartet, so dass erneut kaum Zeit blieb, das Großsegel den nun wieder schwächer werdenden Winden anzupassen und auszureffen. Platz 11 im dritten Rennen war das Ergebnis. Es blieb die Erkenntnis, dass Alegría für böigen Starkwind einfach zu klein ist und die größeren Konkurrenten bei solchem Wetter deutlich im Vorteil sind. Aber das werden die Anderen bei Schwachwind auch über uns und die Alegría gedacht haben ...

 

Freitag -> dritter Regatta- und Abschlusstag!

Crewwechsel! Unser weltbester Genauausbaumer musste die Alegría leider einen Tag früher verlassen. Aber zwei neue Crewmitglieder, letztjährige Siegercrewmitglieder auf der Miró, komplettierten die Mannschaft. Die Rennleitung legte fest, dass  erneut zwei Rennen an diesem Tag gesegelt werden sollten.

Das erste Rennen war alles andere als ein Highlight; die gesamte Crew der Alegría verlor die Luvtonne aus dem Blick und segelte praktisch daran vorbei, was letztlich erneut Platz 12 bedeutete.
Das zweite Rennen des Tages und gleichzeitig Abschluss der diesjährigen Regatta war dann aber der absolute Segelhöhepunkt der Woche. Jefa und die gesamte Crew der Alegría segelte mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch über den vermeidbaren faux-pas des ersten Rennens auf Platz 2! Ein versöhnlicher Abschluss nach den gestrigen und heutigen Rückschlägen.

 
Der Yates Mallorca Cup endete auch in diesem Jahr mit der traditionellen Gala. Es ging in diesem Jahr in ein Hotel am Passeo Marítimo von Palma. Nach dem Essen und einigen (Dankes-)Reden verkündete die Regattaleitung die Platzierungen.

Nach dem letztjährigen Zehnten Platz der Goldflotte stand für die gesamte Crew die Frage im Raum "Und?!"

Platz 9 für die Alegría!
Ein Platz verbessert zum Vorjahr!

Bravo Jefa!

Bravo Alegría!

Bravo Crew!

 

Wir gratulieren dem Team der La Primera und dem Skipper Alois zum verdienten Gesamtsieg sowie Galaxy 54 mit Skipper Helmut zum Zweiten und Dolce Vita mit Hans am Ruder zum Dritten Platz!

 

Ein ganz großer spezieller Dank geht an das gesamte Team von Yates Mallorca, die es besonders im Jubiläumsjahr geschafft haben, ein perfektes Segelevent zu veranstalten und dafür zu recht mit einem lang anhaltenden Applaus und Standing Ovations von allen Teilnehmern gefeiert wurden.

Die Jefa und ihr Capitano sahen sich während der anschließenden Party lange in die Augen und spätestens als an der Bar die vielen Verabschiedungen von Crews und Regattaleitung mit einem herzlichen "bis nächstes Jahr" endeten war klar, dass Alegría auch 2020 am Yates Mallorca Cup teilnehmen wird.

 

Komm auch 2020 zum Yates Mallorca Cup mit uns an Bord!